Mit Freunden mithalten können

Janina und Juliane Rey fahren gerne schnell

Janina und Juliane Rey

Janina und Juliane Rey sind mit Osteogenesis Imperfecta (OI) zur Welt gekommen. Landläufig bekannt ist der Gendefekt unter Glasknochenkrankheit.

Die Zwillinge, die selbst für ihre Eltern kaum zu unterscheiden sind, nutzen ihre Speedy-Micros zwar erst seit ein paar Wochen, fahren aber trotzdem schon gerne schnell. „Am liebsten immer im siebten Gang“, lacht Vater Sascha Rey. Da in den ersten Tagen das Wetter zu schlecht war, hatten sie ihre leuchtend gelben Handbikes schon ausgiebig im Haus ausprobiert. Von Beginn an kommen sie mit den Geräten gut zurecht. Wenn sie mit ihren Eltern in die Stadt fahren, fahren sie immer ein paar Meter vor und warten dann am Straßenrand wieder bis Sascha und Heike Rey zu Fuß nachkommen.
Im Sommer kommen Janina und Juliane in die Schule. Für Kinder ihres Alters ist es am wichtigsten, mit den anderen Kindern mithalten zu können, denn ihre Freunde fahren fast alle mit dem Fahrrad durch die Nachbarschaft. Die Speedy-Micros sind da eine große Hilfe. Janina und Juliane fahren zwar auch gern mit ihren Dreirädern, aber mit den denen sind sie nicht so mobil.
Dass ihre Zwillinge möglichst viel mit nicht-behinderten Kindern unternehmen, ist Sascha und Heike Rey wichtig. So haben sie sich mit viel Energie und gegen manche Widerstände dafür eingesetzt, dass Janina und Juliane einen integrativen Kindergarten in Zeven besuchen können.
Eigentlich hatten sie mit diesem Wunsch nur dafür sorgen wollen, dass die Zwillinge optimal gefördert werden. Tatsächlich wurde daraus eine unendliche Geschichte. Ihr Kampf um integrative Kindergartenplätze dauerte insgesamt vier Jahre. Regionale und überregionale Zeitungen berichten darüber genauso wie NDR, Sat1, RTL und Johannes B. Kerner.
Letztlich waren die Reys erfolgreich und hoffen, vielen in einer ähnlichen Situation Mut gemacht zu haben, niemals einen Kampf aufzugeben. Im August sollen die Kinder nun in eine Regel-Grundschule eingeschult werden. Alle Hindernisse sind zwar noch nicht ausgeräumt, aber es scheint jetzt reibungsloser zu laufen.
Wer mehr über die Familie Rey, zu der mit Dominik und André auch noch zwei ältere Brüder gehören, oder über OI wissen will, sollte im Internet mal unter www.familie-rey.de nachschauen.

 

Quelle: Speedy mobil 1/2008

 

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